Baue dir dein individuelles System im offiziellen System – 3 Dinge, die du dabei beachten solltest und wie du dein System für dich verankerst

Baue dir dein individuelles System im offiziellen System

3 Dinge, die du dabei beachten solltest und wie du dein System für dich verankerst

 

Systeminkompatible und Individualisten, was sind das für Menschen?
Individualisten ist hier der gängigere und allgemein bekanntere Begriff. Es sind Menschen, die ihr eigenes Ding machen, sich selbst verwirklichen, sich nicht nach Mode oder gängigen Meinungen richten – meistens Menschen, die nicht dauerhaft angestellt arbeiten, oft auch Künstler und kreative Menschen, die sich ihr Hobby zum Beruf gemacht haben. Aber auch Weltumsegler und jene, die einen gewissen Hauch Abenteuer ausstrahlen.
Aber was sind Systeminkompatible?
Eigentlich hat mir Thomas, mein Webdesigner, dieses Wort in den Mund gelegt, als ich dabei war mir einen Titel für die Website auszudenken 😉 Ich hatte mir ja vorgenommen, anhand meiner eigenen Geschichte hier einen Blog zu kreieren mit einer Art virtuellem Austausch-Ort für ähnliche Menschen wie mich. Mein Weg war schön, abenteuerlich, aber auch schwierig und steinig, ich habe, wie ich ja bereits schon geschrieben habe, von Anfang an nie richtig in das System reingepasst – weder in das Erziehungssystem noch in die Laufbahn Schule–Ausbildung–Arbeit; nicht in den geregelten Tagesablauf mit 3x am Tag essen, und letztendlich haderte ich immer wieder mit dem Gesellschaftssystem überhaupt.
Sehr lange sah ich dies als Problem, ich machte zwar ganz tolle Erfahrungen, entdeckte super Jobs, aus denen ich sogar selbst eigene Geschäftsideen entwickelte, geriet aber immer wieder an Hindernisse und war vor allem auch mit finanziellen Schwierigkeiten und Druck konfrontiert, sodass ich in solchen Situationen immer wieder Anstalten machte, doch ins System hineinzugehen, den normalen Weg zu wählen und zu versuchen, eine gängige Ausbildung zu machen. Ich habe 3 normale staatlich anerkannte Ausbildungen zu verschiedenen Zeiten versucht zu machen, was aber wirklich jedes Mal scheiterte. Ich fühlte mich wie in einem Tunnel, hatte Zeitmangel, es gehörten Dinge zu der Ausbildung dazu, die ich lernen sollte, um den Schein zu kriegen, die mich aber null interessierten. Deshalb fühlte ich mich letztendlich doch jedes Mal nach einer Weile auf dem falschen Weg – was natürlich von Außenstehenden dann gerne als „Mangel an Durchhaltevermögen“ etc. beurteilt wurde, ich dann in den Konflikt kam und „beweisen“ wollte, dass ich es schaffe (wem eigentlich?), im System klarzukommen. Immer wieder verbaute mir dies aber meine eigene Klarheit.

Inzwischen war ich schon auf dem Weg gewesen, hatte bereits 2x mein eigenes Business im Bereich Tourismus aufgebaut und hatte auch angefangen, Einnahmen damit zu generieren. Ich scheiterte hier eher an zwischenmenschlichen Barrieren und privaten Beziehungen, die es auch immer wieder gilt, zu durchleuchten und anzuschauen.

Jetzt endlich, mit 40, sind mir da mehr Dinge klargeworden. Ich weiß jetzt genauer, was ich erreichen will, nämlich finanzielle Freiheit und ortsunabhängiges Arbeiten mit den Dingen, die mir Spaß machen und worin ich gut bin. Dabei Zeit für meine Tochter haben. Ich weiß, dass ich den meisten Erfolg mit Dingen gehabt habe, die ich mir autodidaktisch aufgebaut und direkt gelernt habe. Ich habe jeweils für den Job, den ich machen wollte oder für meine eigenen Vorhaben ganz gezielt die Dinge, die ich dafür wissen und können muss, direkt gelernt. Z. B. wurde ich als Reiseleiterin direkt von einer Kollegin eingearbeitet, bei der ich mitging, die Wanderwege kennenlernte und bei Konfliktlösungen dabei war. Außerdem waren da bestimmte Webdesign-Kurse, die ich mir selber heraussuchte und bezahlte – Kurse, die nicht jahrelang gingen, bis sie endlich zu Ende waren, sondern die man in ein paar Wochen oder Monaten nebenbei machte.

Inzwischen weiß ich, ich bin systeminkompatibel und habe nur dann Erfolg, wenn ich mir mein eigenes System im System aufbaue. Genau darum geht es und deswegen schreibe ich diesen Blog. Es ist mir wirklich ein Anliegen, viele von euch zu erreichen und eine richtige Community zu bilden, in der wir uns austauschen, inspirieren und gegenseitige Tipps geben. Man muss nicht erst 40 werden, um sich nach viel Hin und Her darüber klarzuwerden, dass man an das eigene System glauben will. Man kann direkt, wenn man jung ist, damit anfangen in sich selbst zu vertrauen, sich nicht unter Druck zu setzen, irgendwelche systemvorgegebenen Bildungswege und –Abschlüsse durchzugehen und dabei Zeit zu verlieren. Ich sage nicht, dass es falsch ist, Abschlüsse zu machen, zur Schule zu gehen, angestellt zu arbeiten oder ein Studium zu machen, was euch/euren Kindern gefällt. Aber wenn ihr merkt, dass ihr/eure Kinder euch/sich damit quälen, dann probiert Neues aus, geht neue Wege!!! Macht Erfahrungen, steuert Dinge an, die euch gefallen, lest dafür meine Tipps aus dem letzten Blogartikel. Auch wenn ihr euch damit alleine fühlt und von eurem familiären Umfeld vielleicht unverstanden – bedenkt, dass das auch dazugehört, wenn man neue, eigene Wege geht. Wir sind tatsächlich Vorreiter einer neuen Zeit mit mehr individueller Freiheit. Es ist ja aktuell ganz viel in Bewegung und am Entstehen, wie die Freilernerbewegung, bedürfnisorientierte Kindererziehung und das digitale Nomadentum. Kürzlich im Mai gab es die DNX, das digitale Nomadentreffen in Berlin mit vielen jungen Leuten, die bereits ortsunabhängig arbeiten, sowie die Awesomepeople Online-Konferenz.
Nutzt das Internet, um euch zu vernetzen.

Also: Systeminkompatibilität ist nichts Negatives zum Verzweifeln oder angebliches fehlendes Durchhaltevermögen. Wir sind halt einfach nicht kompatibel mit den gängigen festgesetzten Wegen aus der Vergangenheit, Traditionen, gesellschaftlichen Rollen und Normen. Statt Opfer der Gesellschaft zu sein wie damals in der No-Future-Bewegung der 80er und Anfang 90er, erschaffen wir unseren eigenen neuen individuellen Weg, auf dem wir uns auch manchmal alleine gefühlt haben und treffen uns dabei jetzt aber mit anderen Gleichgesinnten, mit denen wir uns vernetzen und gegenseitig inspirieren können, wobei das Internet eine ganz tolle Sache ist.

 

Jetzt zu den 3 Dingen, die du dabei beachten solltest, wenn du dein eigenes System kreierst und wie du es für dich verankerst:

  1. Probiere aus, mache Erfahrungen und finde deine Stärken. Finde heraus, was für ein Typ du bist bezüglich Lernen und Arbeiten.

Mache gezielt Erfahrungen. Suche dir Jobs, die dich interessieren. Wenn du eine Tätigkeit nicht so gerne machst, dann zwinge dich nicht weiter, sondern verbuche sie als Erfahrung und suche dir dann etwas Neues. Sieh zu, dass du dein Geld mit Dingen verdienst, die du gerne machst, denn nur so gibt dir die Arbeit Kraft. Anderenfalls rutschst du schnell in dieses Ding rein, die Arbeit nur als Mittel zum Zweck zu leben. Ich gebe da gerne mein Beispiel mit der Schokoladenfabrik an. Ich habe mal, als ich 20 war, 3 Monate als Aushilfe in der Produktion in einer Schokoladenfabrik gearbeitet. Dadurch, dass ich von vorneherein nur 3 Monate dort beschäftigt war, war natürlich das Ende abzusehen und ich konnte alles als interessante Erfahrung sehen. Es war faszinierend zu sehen, welche Fließbandschritte hinter einer Packung Pralinen stecken und den Robotern die abgefüllten Tüten Marzipankartoffeln sortiert in Kisten auszuhändigen. Ich habe in der Spätschicht gearbeitet, mich in der Zeit super ernährt und bin mit dem Fahrrad hin und zurück gefahren, habe die gleichbleibenden Fließbandbewegungen als Entspannung zum Nachdenken benutzt und habe dabei aber auch die Frauen gesehen, die da schon 12 Jahre arbeiteten, glücklich über ihren festen Job, mit dem sie sich ihr Haus finanziert haben, und gleichzeitig etwas verbittert waren und uns „Neue“ ärgerten, indem sie uns die Maschinen extra schnell einstellten. Ich war aber gut drauf und voll fit und sah es mit Humor, erzählte ihnen, ich mache den Job, um mir einen Bus zu kaufen, mit dem ich nach Südeuropa fahren will.
Gehe gezielt vor und halte dabei deine Miete und Lebenshaltungskosten klein, damit du nicht in finanziellen Druck gerätst. Akzeptiere Niederlagen und mache auch mal ein Praktikum im Ausland. Ich ärgere mich übrigens immer noch dass ich mich mit 19 von meinem damaligen Freund davon abhalten lassen habe, mein einjähriges Praktikum in Costa Rica bei Profelis, einer Auswilderungsstation für Ozelots im Regenwald, zu machen. Also achte darauf, stark zu bleiben und lass dich nicht von deinen Zielen abbringen. Wenn du etwas Bestimmtes im Auge hast, was du als nächstes machen möchtest, dann gucke gezielt, wie du das erreichen kannst. Auch wenn es schwierig erscheint und du es irgendwie finanzieren musst und noch nicht weißt wie, umgib dich mit Menschen, die dich dabei mental unterstützen und wenn es diese nicht gibt, dann halte dich aber auf jeden Fall von Kritikern fern bzw. mache kritischen engen Freunden klar, dass du deine Sachen durchziehst und zeige wenn möglich keine Unsicherheit diesen gegenüber, sonst kann es sein, dass sie dich von deiner Idee wieder abbringen. Wenn Du Hilfe brauchst, suche dir Leute, die lösungsorientiert sind und dir Kraft geben oder dich inspirieren.

Mache nichts aus einer Angst oder einem Zwang heraus oder jemand anderem zuliebe. Es ist dein Leben, du spielst die Hauptrolle und schreibst das Drehbuch.

Fange irgendwann an, aus deinen Erfahrungen heraus, dir Ziele zu setzen.

Wenn du schon eine Idee hast, mit was du dein Geld verdienen möchtest, dann such dir alles nötige heraus, was du dafür lernen musst, es gibt z. B. sehr oft bezahlbare Onlinekurse oder fahre für einen Kurs auch mal in eine andere Stadt.

  1. Arbeite nicht zu viel gegen etwas an, sondern lebe für etwas, für dein Leben. Achte auf das Gleichgewicht zwischen Annehmen und Abstand halten, erschaffe deine eigene Harmonie und verankere deinen Weg.

Gehe nicht in die Defensive und rechtfertige dich nicht. Gehe nach vorne, für dein Ziel, aber gehe nicht gegen die ganze Gesellschaft an, denn es gibt oft genug Dinge aus dem System, die du für dich nutzen kannst. Auch wenn wir Systeminkompatible sind, sind wir ja keine Aussteiger, die aus allem raus wollen und nichts mehr brauchen. Schaffe dir dein eigenes System im System, entdecke deinen eigenen Lebensrhythmus, spiele mit deinen Möglichkeiten, probiere aus, nimm auch mal Hilfen an und sei dankbar, aber aus all dem ziehe Kraft und entwickle deine eigene Strategie. Lebe für dich, entdecke deine eigenen Maßstäbe und dann folge ihnen, begegne den Menschen mit einem Lächeln, lebe mit Humor und sieh deinen Weg einfach als persönliche Herausforderung. Sei auch mit eventuellen Kompromissen, die du zeitweise eingehst, in Harmonie und Einklang, denn es ist einfach eine Übergangszeit.

 

  1. Lasse dich nicht von der eigenen ursprünglichen gesunden Meinung abbringen und kehre nach Niederlagen immer wieder zurück zur Ursprungsvision, verbinde dich dich damit und stärke die ursprünglichen Ideen, die du hattest.

Vertraue in deine ursprünglichen Ansichten, Wünsche und Erwartungen, die du als Kind und Jugendliche(r) vom Leben hattest. Auch wenn vieles davon eventuell aufgrund schlechter Erfahrungen oder Niederlagen über den Haufen geworfen wurde, du dich anderweitig beeinflussen lassen hast, setze immer wieder da an, denn es sind deine ursprünglichen Ideen, die du hattest, und die werden so oft unterschätzt! Das hilft auch, wenn du mal durcheinander und verwirrt bist. Erinnere dich einfach daran, was du ursprünglich vom Leben erwartet hast, z. B. nach der Schulzeit oder generell.
Ich kann euch ein Beispiel von mir geben, um das zu veranschaulichen.

Ich habe mir das Leben als Kind immer abenteuerlich vorgestellt. Bereits als ich ganz klein war, mit vielleicht 4 Jahren, saß ich mit meinem Vater vor dem Globus und er erklärte mir die verschiedenen Länder, Inseln und Kontinente und schon früh faszinierten mich andere Länder und Sprachen. Als ich 6 war, war ich das erste Mal in einem anderen Land, in Dänemark, und ich fand es wahnsinnig spannend über die Grenze zu fahren, die Passkontrolle zu erleben, ausländischen Boden mit meinen Füßen zu betreten. Das zweite Mal, als ich im Ausland war, war ich mit meiner Mutter und meiner Schwester als ich 13 war: Wir fuhren mit dem Nachtzug nach Frankreich in den Urlaub. Zunächst ging es über Nacht von Hamburg nach Paris, im Liegewagen. Es war total aufregend und ich blieb fast die ganze Nacht wach und schaute durchs Fenster, um die Städtenamen zu lesen an den Bahnhöfen, an denen wir hielten. Es war megaspannend, dann in Paris original französische Croissants zu frühstücken und als wir in Mimizan-Plage, einem Ferienort weiter südlich von Bordeaux ankamen, war ich total beeindruckt von der Bananenpflanze im Hotelgarten und von einer Eidechse und ich wollte unbedingt sofort noch zum Strand und bei Sonnenuntergang den Atlantik sehen – Mann, war ich glücklich und sog das alles total in mich auf!!! Ich hatte da schon und auch später als Jugendliche, einfach total im Herzen, dass mein Leben viel mit Abenteuer und Reisen zu tun haben würde und dachte auch immer daran, dass ich mal eine Tochter haben würde. Mich haben immer Palmen und warme Länder angezogen. Trotz vieler Rückschläge und Versuche, mich doch in das System reinzupressen, ist alles davon wahr geworden.

Deshalb, anstatt gegenanzugehen, stärke dein inneres Gefühl und gehe deinen ursprünglichen Wünschen nach!

Unsere Stärken, Ziele und Fähigkeiten sind hierbei jedoch individuell und der Weg dahin, diese umzusetzen, ist ein ganz persönlicher. Ich freue mich sehr, meine neue Community besser kennenzulernen! Fühlt euch also gerne eingeladen, eure eigene persönliche Geschichte zu erzählen – sei es in unserer Facebook-Gruppe oder gerne auch hier im Blog in Form eines Gastartikels! Hinterlasse hier gerne einen Kommentar oder schreibe mir persönlich. Wenn Du Fragen hast oder Hilfe brauchst, poste es entweder in der Facebook-Gruppe, dann können alle zusammen Tipps geben, oder ansonsten auch gerne persönlich über das Kontaktformular, E-Mail oder PN.

Hier geht es übrigens zum Artikel meines lieben Blogger-Kollegen Robert. Er gibt euch super Tipps, wie ihr, wenn ihr Zweifel habt oder euch nicht starkt genug fühlt, schnell ein positives Denken entwickeln könnt und eure negativen Gedanken und Zweifel loswerdet: https://www.frisches-denken.de/negative-gedanken/

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